Behandlung arterieller Erkrankungen

Je nach Ausdehnung und Lokalisation der betroffenen Gefäße stehen unterschiedliche Behandlungsmethoden zur Verfügung.

In zunehmendem Umfang kommen dabei minimalinvasive Verfahren zum Einsatz. Nicht alle Befunde sind diesen schonenden Verfahren zugänglich. Dann wird die konventionelle Operation erforderlich.

Im Gegensatz zu der offenen Operation mit einem mehr oder weniger großen Hautschnitt über dem betroffenen Gefäßabschnitt erfolgt bei der Schlüssellochtechnik die Wiederherstellung der Arterienstrombahn mittels Katheter über die Leiste. Die Schlüssellochtechnik kann in der Regel in Lokalnarkose vorgenommen werden. Der stationäre Aufenthalt beträgt bei komplikationslosem Verlauf 24 h.

Die offene Operation an den Schlagadern wird in der Regel in Vollnarkose vorgenommen. Bei der Operation an der Halsschlagader oder der Bauchschlagader erfolgt die Überwachung für ca. 24 h auf der Intensivstation. Die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus ergibt sich aus dem jeweiligen Eingriff.

Wir führen nachstehende Eingriffe an den Schlagadern durch:

Minimalinvasiv:

  • Ballonkatheteraufdehnung (Ballonangioplastie)
  • Stentanlage (Stentimplantation)
  • Stentprothesen bei Bauchaortenaneurysma

Konventionell:

  • Carotisendarteriektomie
  • Einsetzen von Kunststoffprothesen bei Bauchaortenaneurysma (Rohrprothese, Y-Prothese) und bei Aneurysmen oder Verschlüssen anderer Blutgefäße
  • Anlage von Bypässen (aus körpereigener Vene oder Kunststoff)

Eine Kombination aus offener Operation und minimalinvasiven Verfahren erfolgt je nach Befund. Die Therapie der Schlagadern macht eine zumindest kurzfristige Therapie mit Gerinnungshemmern erforderlich.

Bei fortgeschrittenen Durchblutungsstörungen kann letztlich auch eine Amputation des betroffenen Abschnitts einer Gliedmaße erforderlich werden.