Neurostimulation

Die Neurostimulation ist ein Verfahren, mit dem Patienten geholfen werden kann, die an anhaltenden Durchblutungsstörungen trotz maximaler operativer und medikamentöser Therapie leiden.

Bei diesen Patienten liegen in der Regel Ruheschmerzen in der betroffenen Gliedmaße vor, zusätzlich haben Durchblutungsstörungen bereits dazu geführt, dass offene Hautstellen entstanden sind und ein Absterben einzelner Zehen oder Finger droht.

Neben einer Verbesserung der Schmerzsituation führt die rückenmarksnahe Nervenstimulation zu einer Verbesserung der Durchblutung im Bereich der kleinsten Gefäße.

Bei der sogenannten epiduralen Neurostimulation wird im Rückenmarkskanal eine Elektrode platziert, die schwache elektrische Impulse an das Rückenmark abgibt. Diese Impulse bewirken, dass die Schmerzleitung zum Gehirn unterbrochen wird. Wahrscheinlich durch Freisetzung von Botenstoffen, sogenannten Neurotransmittern, wird die Durchblutung der Haut verbessert, was zum besseren Abheilen bestehender Wunden führt.

Eine möglicherweise drohende Amputation kann vermieden bzw. hinausgezögert oder die Amputationshöhe wesentlich verringert werden.

Sowohl die Schmerzreduktion, wie auch die Förderung der Durchblutung können die Mobilität und damit die Lebensqualität des Patienten wesentlich verbessern.

Epidurale Neurostimulation bei Winwarter-Buerger-Syndrom/Raynaud-Syndrom

Wie bei den Durchblutungsstörungen an den Beinen ist auch eine positive Stimulation im Bereich der Beine/Arme bei Patienten mit Winiwarter-Buerger-Syndrom/Raynaud-Syndrom möglich.

Hierzu wird die Stimulationssonde bis zu den entsprechenden Wirbelkörpern vorgeschoben um eine positive Beeinflussung der Hautdurchblutung der Füße/Hände zu erreichen.

In vielen Fällen ist es möglich in sehr kurzer Zeit die offenen Stellen der Zehen/Finger zur Abheilung zu bringen und die Schmerzsituation positiv zu beeinflussen.

Verlauf der Implantation

Die Implantation gliedert sich in zwei Behandlungsschritte.

Im ersten Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung und Röntgen-Kontrolle die Platzierung der Elektrode im Rückenmarkskanal. Der Patient ist beim Vorschieben der Sonde wach. Bei richtiger Position verspürt der Patient ein Kribbeln in der betroffenen Extremität. Liegt die Sonde richtig, wird diese fixiert. Nach einer Testphase unter stationären und häuslichen Bedingungen wird die optimale Lage und Effektivität überprüft. Bei einem zufriedenstellendem Ergebnis wird in einem 2. kurzen Eingriff der eigentliche Schrittmacher (=Impulsgenerator) unter die Haut implantiert.

Anschließend wird der Patient in regelmäßigen Abständen nachuntersucht und häuslich in allen Fragen zum Schrittmacher betreut.